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Erfolgsreiche Krebsvorsorge durch ein Hautscreening

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Die Deutsche Krebshilfe veröffentlichte im letzten Jahr alarmierende Zahlen. Demnach erkranken in Deutschland jährlich 234.000 Menschen an Hautkrebs – davon ca. 206.000 an weißem und 28.000 an schwarzem Hautkrebs. Am sogenannten Malignen Melanom versterben jährlich 3.000 Betroffene. Durch Vorsorge und Früherkennung könnte das verhindert werden.

Lesen Sie im Folgenden:

  • Was ist ein Hautscreening und wie wird es durchgeführt?
  • Für wen ist es sinnvoll und welche Erkrankungen werden erkannt?
  • Wer führt das Hautscreening durch und wer trägt die Kosten?

Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs

Das Wort Screening bezeichnet im Allgemeinen ein systematisch angelegtes Testverfahren. Dieses soll, in einem genau festgelegten Bereich, bestimmte „Elemente“ herausfiltern, welche spezielle Eigenschaften haben.

Im Falle des Hautscreening (auch Hautkrebs-Screening genannt), bezieht sich der Bereich auf die Körperoberfläche (gesamte Haut) des Menschen. Die „Elemente“ stellen Leberflecken, Muttermale oder andere Veränderungen dar, welche in ihren Eigenschaften, wie Farbe, Form, Größe oder Oberflächenbeschaffenheit auffallen.

Was passiert beim Hautscreening?

Die Untersuchung gliedert sich in drei Abschnitte – Vorgespräch, körperliche Untersuchung und Beratung. Der durchführende Arzt erfragt zunächst Details aus der Krankengeschichte und stellt aufgrund von sichtbaren und erzählten Faktoren (welche im folgenden Abschnitt als Risikogruppen noch erläutert werden) Risikofaktoren für eine mögliche Hautkrebserkrankung heraus.

In der ca. 10- bis 20-minütigen Begutachtung, werden (von Kopf bis Fuß) alle Hautstellen besichtigt, inklusive Kopfhaut, After und Genitalien, aller Schleimhäute und die Bereiche zwischen den Zehen und unter dem Busen. Hierbei werden auffällige Stellen – unter zu Hilfenahme einer Lupe – per hellem Lampenlicht inspiziert. Wenn nötig, kann (zur genauen Diagnosestellung) eine Gewebeprobe entnommen werden.

Danach folgen in der Regel Informationen über weitere Vorsorgeuntersuchungen sowie Ratschläge, wie das Hautkrebsrisiko durch richtiges Verhalten vermindert werden kann.

Zur Vorbereitung auf das Hautscreening sollten Nagellack, Ohrringe und Piercings abgelegt und auf Make-up verzichtet werden, um speziell weißen Hautkrebs nicht versehendlich zu überdecken.

Sinn und Risikobestimmung

Im Grunde besteht der Sinn von Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen darin, Auffälligkeiten zu erkennen, die von Betroffenen selbst noch nicht bemerkt wurden. So auch beim Hautscreening zur Krebsvorsorge.

Dennoch sollten Menschen, welche bestimmten Risikogruppen angehören besonders wachsam sein. Dazu gehören:

  • Menschen mit vielen Leberflecken bzw. Leberflecken an unübersichtlichen Stellen
  • besonders blasse Menschen, mit rötlich-blondem Haar und Sommersprossen
  • von bereits veränderten Leberflecken oder Muttermalen Betroffene
  • Erwachsene, die bereits als Kind oft in der Sonne waren

Im frühen Stadium erkannt

Durch das Hautkrebs- oder Hautscreening können bereits Vorstufen oder Frühstadien von Hauterkrankungen mit „bösartigem“ Ausmaß erkannt werden. Zu Unterscheiden sind hiernach im Groben, drei Hautkrebserkrankungen:

  • der als weißer Hautkrebs bezeichnete Basalzellkrebs
  • das dem weißen Hautkrebs ebenso zugehörige spinozelluläre Karzinom
  • das als schwarzer Hautkrebs besonders gefürchtete maligne Melanom

Aber nicht jede (für den Laien) gefährlich aussehende Hautstelle muss gleich Krebs bedeuten. Diese Diagnose obliegt einem Fachmann.

Auf spezielle Zertifizierung achten

Durchgeführt werden darf das Screening zur Hautkrebsvorsorge von allen Ärzten (Hausarzt, Hautarzt, Internist), welche zur Durchführung berechtig sind. Hierfür müssen sie in der Regel eine mehrtägige Fortbildung belegen und von der Kassenärztlichen Vereinigung zertifiziert worden sein.

Die Deutsche Krebshilfe informiert auf ihrer Website über die Inhalte des Fortbildungsprogramms.

Kostenübernahme für Hautscreening

Seit dem 1. Juli 2008 besteht für alle gesetzlich Versicherten über 35, alle zwei Jahre ein Anspruch auf die Durchführung dieser Hautkrebsfrüherkennungsuntersuchung. Bei Auffälligkeiten werden die Kosten in der Regel schon früher übernommen.

Rechtzeitig erkannt – sehr gute Heilungschancen

Es gibt Meinungen, welche die Akzeptanz dieses speziellen Programms zur Früherkennung von Hautkrebs gefährdet sehen. Aufgrund der dünn gesäten ärztlichen Versorgung in manchen (vor allem ländlichen) Regionen und der dadurch entstehenden Mehrbelastung für Ärzte entstünden höhere Wartezeiten.

Durch das Hautkrebsscreening sollen Veränderungen frühezeitig erkannt, behandelt und die Krankheits- und Sterberate somit gesenkt werden. Zugleich wird die Bevölkerung für die Problematik besonders sensibilisiert. Auch im Hinblick auf den entsprechenden Schutz ihrer Kinder. Natürlich sollten Sie auch aktiv Ihre Haut schützen, zum Beispiel durch passenden Sonnenschutz. Das Hautscreening stellt nur eine passive Vorsorge dar, während Sie hingegen jeden Tag auf Ihre Haut und Gesundheit achten sollten.

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