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Borreliose – Übertragung, Symptome und Behandlung

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In diesem Beitrag erfahren Sie:

  • Was Borrelien sind
  • Wie sie übertragen werden
  • Welche Therapiemöglichkeiten es gibt
  • Ob Borreliose heilbar ist

Borreliose oder korrekt gesagt die Lyme-Borreliose ist vielen als Begriff durchaus bekannt. In der Regel wissen viele bereits, dass die Erkrankung bzw. die Bakterien (Borrelien) häufig durch Zecken übertragen werden. Jedoch konnte man bis heute auch Stechmückenarten und Bremsen als Überträger noch nicht zweifelsfrei ausschließen.

Je nach Aufenthaltsort ist das Infektionsrisiko in manchen Regionen Deutschlands höher als in anderen. Eine kleine Orientierung bietet daher die Verbreitungskarte der Risikogebiete der Lyme-Borreliose für Deutschland. Diese Karte des Leibnitz-Instituts für Länderkunde gibt Aufschluss darüber, wie hoch die Anzahl der Infektionen in den genannten Jahren war.

Infektionswege

In unseren Breitengraden ist der gemeine Holzbock der häufigste Verursacher einer Infektion mit der Lyme-Borreliose. Allerdings ist die Zahl der Infektionen starken Schwankungen ausgesetzt. Das betrifft vor allem die Ausbreitung und die Intensität, welche je nach Jahreszeit und auch von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich stark oder schwach ausfallen kann.

Unser Tipp:

Die schraubenförmigen Bakterien, namens Borrelien tragen ihren Namen aufgrund ihrer Herkunft – Lyme. Lyme, ist ein Ort in den USA. Borrelien nennt man sie, weil ihr Entdecker und Erforscher Amédée Borrel ihnen seinen Namen lieh.
Neben der Borreliose ist auch die noch gefährlichere FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) eine ebenfalls durch Zecken übertragbare Krankheit.

Neuerkrankungen stark zugenommen

In den vergangenen Jahren ist aufgefallen, dass die Zahl der neu Erkrankten stark angestiegen ist. Bis zu 100.000 neue Patienten pro Jahr, welche sich mit der Lyme-Borreliose infizieren, befürchten die Experten deshalb und raten zur Vorsicht. Auch gibt es, zumindest in den östlichen gelegenen Bundesländern Deutschlands, eine sogenannte Meldepflicht. Die Erkrankung sollte also zunächst unbedingt von einem Hausarzt untersucht werden. Dieser überweist dann im Bedarfsfall zu einem Facharzt. Der behandelnde Arzt meldet dann in diesem Zuge auch den Erkrankungsfall, sollte sich der Verdacht bestätigen. Falls sie sich also nicht sicher sind, sollten sie im Zweifelsfall immer bei ihrem Arzt vorstellig werden.

Symptome der Lyme-Borreliose

Die Lyme-Borreliose kann je nach Krankheitsstadium verschiedene Symptome verursachen.
Generell unterteilt man sie in drei Stadien.
Besonders typisch für eine Stadium I Borreliose ist die sogenannte Wanderröte. Sie tritt in etwa 90% der Fälle auf. Meist jedoch schon nach wenigen Tagen oder Wochen. Die Wanderröte entsteht um die Einstichstelle herum, wenn man diese an sich bemerkt, sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen.

Ein Bluttest, welcher einen Test auf Borrelien-Antikörper beinhaltet, kann zu diesem Zeitpunkt jedoch meist noch negativ ausfallen, ist aber noch kein sicheres Indiz, dass es sich nicht um Borrelien handelt. Zusätzlich zur Wanderröte können auch Begleitsymptome, wie Kopf- und Muskelschmerzen, aber auch Fieber und Lymphknotenschwellungen an der Einstichstelle auftreten.

Im zweiten Stadium können weitere, jedoch auch sehr unterschiedliche Symptome die Erkrankung begleiten. Das sind unter anderem Schwellungen der Gelenke, Entzündungen an Nerven sowie Nervenschmerzen. Typisch ist hier jedoch, dass sich die auftretenden Schmerzen mit schmerzstillenden Mitteln kaum bessern. Auch Rötungen am ganzen Körper, welche sehr großflächig auftreten können und Lähmungen im Gesicht, sind keine Seltenheit und sollten ernst genommen werden.

Im III. Stadium wurden, bedingt durch chronische Entzündungen vor allem des Nervensystems und des Herzmuskels, vermehrt Komplikationen beobachtet. Borreliose geht hier in einen chronischen Zustand über. Typisch sind nun auch Wesensveränderungen, pergamentartige Haut und fortwährende Erschöpfung.

Unser Tipp:

Auch der kleinste Verdacht auf eine Borreliose sollte von einem Arzt abgeklärt werden. Neben dem Hausarzt als ersten Ansprechpartner können sich Betroffene auch an Spezialkliniken mit dem Schwerpunkt Borreliose wenden. Denn es kommt vor, dass Betroffenen auch trotz Besuch beim Hausarzt leider nicht ausreichend Beachtung geschenkt wird.

Wichtige Zusatzinformationen zum Thema Lyme-Borreliose gibt es auch bei der Deutschen Borreliose Gesellschaft e.V. unter anderem finden Sie dort auch diesen hilfreichen Leitfaden Diagnostik und Therapie der Lyme-Borreliose.

Borreliose heilen

Leider ist es bisher nicht möglich, sich gegen Borreliose impfen zu lassen. Anders als bei FSME, wo es die Möglichkeit eines Impfschutzes gibt und welcher vor allem in besonders stark betroffenen Gebieten, wie Bayern und Baden-Württemberg, empfohlen wird. Besteht nicht nur der Verdacht, sondern wurde die Infektion mit Borreliose nachgewiesen, ist es eine gängige Therapieform, dass für die Dauer von zwei bis vier Wochen zunächst eine Gabe von Antibiotika verordnet wird.

Je nachdem, in welchem Stadium sich der Patient bzw. der Körper befindet, kann die Antibiotika-Gabe oral erfolgen oder muss in fortgeschrittenen Fällen in Form einer Infusion verabreicht werden. Viel wichtiger als die bloße Behandlung der Erkrankung ist jedoch eine bewusste und rechtzeitige Prävention. Und das bedeutet, sich in erster Linie effektiv vor Zecken zu schützen, denn sie gelten nach wie vor als Überträger Nr. 1.

Prävention schützt vor Borreliose – wirksamer Zeckenschutz

Da die Zecke der häufigste Überträger ist, gilt es natürlich sich möglichst vor den kleinen Tierchen zu schützen. Das Aufkommen kann von Jahr zu Jahr erheblich schwanken. Folgendes gilt jedoch ganz besonders, wenn man im Wald, Garten oder generell im Grünen unterwegs ist.

  • Bei Ausflügen ins Grüne möglichst glatte, helle Kleidung tragen und Hosenbeine in die Socken stecken. So sieht man erstens die Zecken schneller, sie können sich nicht so schnell anheften und zweitens können sie nicht so leicht in die Hosenbeine hinein kriechen.
  • Festes Schuhwerk sollte vor allem bei Wanderungen im Wald und Wiesen unbedingt dazu gehören.
  • Erwachsene und größere Kinder (keine Säuglinge und Kleinkinder) können sich auch mit speziellen Anti-Zecken-Sprays zusätzlich schützen. Hausärzte und Apotheken sind hier gute Berater.
  • Wer Haustiere besitzt, sollte auch diese nach dem Freigang auf eventuell vorhandene Zecken kontrollieren und diese entfernen. Am besten eignet sich hierzu ein sogenannter „Floh-Kamm“. Bei Tieren verkriechen sich Zecken vor allem an für das Tier selbst nicht erreichbare Stellen, wie dem Kopf.
  •  Auch nach einem längeren Aufenthalt im Freien sollte man die Kleidung draußen gut ausschütteln und gründlich durchsuchen, um Zecken nicht mit in die Wohnung zu einzuschleppen (Änhnlich wie bei der Pollebekämpfung).
  • Die Kleidung sollte danach nicht dort abgelegt werden, wo man sich später längere Zeit hinsetzt oder gar schläft. Übersehene Zecken können auch später noch den Weg zum Körper finden, wenn sie beispielsweise auf dem Bett herumkriechen, nachdem man die Kleidung dort ausgezogen hat.
  • So oder so sollte man immer darauf achten, dass der Impfschutz mit Tetanus und in FSME bedrohten Gebieten auch diese, auf dem aktuellen Stand ist.

Je milder der Winter, desto mehr Zecken sind im Sommer unterwegs. Jedoch sollte man sich den Sommer nicht durch eventuelle Zeckenstiche verderben lassen. Wer sich gut schützt und hinterher die Kleidung absucht, der kann unbeschwert den Sommer genießen.

Und sollte es doch einmal passieren, die Zecke mit einer Zeckenzange oder direkt beim Arzt entfernen lassen, die Einstichstelle vor allem gut im Auge behalten und in FSME- gefährdeten Gebieten vorher impfen lassen und im Notfall zum Arzt gehen.

Informationen zum Thema Läuse finden Sie hier.

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