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Bockshornklee – vielseitig von der Küche bis zur Heilung

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Der Bockshornklee ist eine vielseitige Hülsenfruchtpflanze, die sowohl für ihre Würzkraft als auch für ihre Heilwirkung geschätzt wird. Ihre Samen würzen Fleisch, Fisch und Gemüse und die Blätter finden sich in Suppen, Soßen und Salaten. Heilende Wirkung entfaltet sie bei vielen unterschiedlichen Beschwerden, insbesondere auf der Haut und bei der Schleimlösung im Bronchialbereich.

  • Herkunft und Wuchs
  • Heilwirkung
  • Würzwirkung

Herkunft und Wuchs: Einwanderung aus Asien

Die Ursprünge und ersten überlieferten Beschreibungen von Bockshornklee werden in der vorderasiatischen Region zwischen dem heutigen Iran bis nach Nordindien angesiedelt. Parallel und mutmaßlich noch früher war er bereits in China bekannt und als Heilpflanze berühmt. Schon mehr als 3000 Jahre vor Christus war der heute noch als Hu Lu Pa bekannte Bockshornklee für seine schleimlösende Wirkung bekannt. In Indien, Arabien und dem persischen Reich wurde er gezielt angebaut und über Ägypten fand er schließlich den Weg nach Europa.

Der Grieche Hippokrates sorgte für das Bekannt werden und die Verbreitung im Römischen Reich. In den Klöstern der Benediktiner kultivierten Mönche den Bockshornklee erstmals in Mitteleuropa. Spätestens seit der ausführlichen Würdigung durch die Nonne und Naturheilerin Hildegard von Bingen im ausgehenden zwölften Jahrhundert erlangte der Schmetterlingsblütler breite Bekanntheit. Er war und ist auch unter den Bezeichnungen „griechisches Heu“, „Ziegenhorn“, „Stundenkraut“ und einigen anderen volkstümlichen Namen bekannt. Sein lateinischer Name „Trigonella foenum-graecum“ nimmt auf die optisch dreiblättrig wirkende Pflanzenkrone Bezug. In der Blüte steht die Pflanze im Juli und Juli, die Samenreife erlangt sie bis August.

Der Bockshornklee ist eine einjährige Pflanze, aus deren pfahlförmiger Wurzel ein dreißig bis achtzig Zentimeter hoher Mittelstiel ragt. Dreierblätter halten die gelblichen und weißen Blüten, in deren Kelchen fünf bis 15 flache Samen wachsen. Von der Pflanze werden sowohl die Samen als auch die Blätter verwendet, beide mit Heilwirkung und Würzkraft. Die sehr harten Samen müssen allerdings aufbereitet werden, indem sie gemahlen, eingeweicht oder gekocht werden.

Heilwirkung: Die Wirkung von Bockshornklee auf die Gesundheit

In Mitteleuropa und insbesondere Deutschland führte Kneipps Interesse und Empfehlung zu großer Nachfrage und wachsendem Anbau als Heilpflanze. Er lobte den Bockshornklee für seine entzündungshemmende Wirkung bei äußerer Anwendung. Das Pulver aus den geriebenen Pflanzensamen wird mit warmen Umschlägen auf Hautstellen mit Ausschlägen, Eiterwunden und Schwellungen aufgelegt. Seine Wirkung auf die Wunden zieht Eiter, saugt ungesundes Gewebe ab und beschleunigt die Heilung.

Um die Heilwirkung von Bockshornklee durch innere Anwendung auszunutzen, wird aus den vorher kalt eingeweichten Samen ein Tee gekocht. Häufig und erfolgreich wird der Tee bei Verschleimung der Bronchien und Atemwege angewendet. Der regelmäßige Genuss löst den Schleim. Andere Eigenschaften sind seine appetitanregende Wirkung, vor allem bei Kindern, sein kraftgebender Effekt bei Schwäche und Erkrankung sowie das neutralisieren des „Geruchs von Krankheit“. Gegurgelt hilft der Tee aus Bockshornklee gegen Entzündungen im Hals- und Rachenraum.

Weitere heilende und symptomabschwächende Wirkungen von Bockshornklee treten bei Tuberkulose, Rachitis und starker Diabetes zum Vorschein. Ein Aufguss mit Samen oder ins Badewasser gerührtes Pulver hilft bei ererbter Grindflechte und kann oft Haarausfall stoppen. Generell angewendet wird Bockshornklee auch bei Knochenerkrankungen unterschiedlicher Art, Darmirritationen und -erkrankungen und übergroßer Schweißbildung.

Würzkraft: Vom Currypulver bis zum Eintopf

Vom Bockshornklee werden die Samen in ganzer, gemahlener und gerösteter Form zum Würzen verwendet. Die frischen Blätter und jungen Hülsen sind vor allem in asiatischen und afrikanischen Küchen als Zutat verbreitet. Die starke und aromatische Würzkraft der Samen ist schon durch den intensiven Geruch der getrockneten Pflanze nach gewürztem Käse zu erahnen. Ganze Samen oder Pulver passen zu Lamm-, Rind- und Schweinefleisch. In Arabien und Afrika wird oft Fisch mit Bockshornklee gewürzt. Als, neben Kurkuma, zweiter Hauptbestandteil von Curry findet es den Weg in Suppen, Chutneys, Omelettes, Hackbraten und Kräutersoßen.

Die frischen Blätter können als Gemüse in Salaten allein und in gemischten Salaten verwendet werden, was allerdings in Europa selten ist. Kombiniert wird es vor allem in Südasien und Arabien gerne mit Kartoffeln, Spinat und Yamswurzeln. In den Alpen werden die Samen zum Würzen von Käse eingesetzt. In Russland findet es sich auch in Backwaren und in arabischen Ländern des vorderen Orients wird es als Kaffeeersatz aufgekocht.

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