Tipps für das Sprachen lernen

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Wer möchte nicht das alte Schulenglisch wieder auffrischen? Oder sogar eine ganz neue Sprache dazulernen. Ob für bessere Berufschancen, einen Auslandsaufenthalt oder einfach nur persönliches Interesse: Das Beherrschen einer zusätzlichen Sprache bringt viele Vorteile. In diesem Artikel erfahren Sie deshalb folgendes:

  • Was sind die weltweit am häufigsten gesprochenen Sprachen
  • Welche Sprachen sind für Deutsch-Muttersprachler einfacher zu erlernen
  • Wie startet man am besten bei einer komplett neuen Sprache

Eines vorab: Natürlich fällt es jüngeren Menschen tendenziell leichter, eine neue Sprache zu lernen. Das heißt jedoch nicht, dass es für ältere eine Qual werden muss. Wenn Sie unsere Tipps befolgen, gelingt das Sprachenlernen in jedem Alter.

Die häufigsten Sprachen der Welt

Gemessen an den Personen, die fähig sind sich auf dieser Sprache zu artikulieren, ist Englisch die Weltsprache. Rund 1,5 Milliarden Menschen sprechen es, aber nur 375 Millionen davon sind Muttersprachler. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Chinesisch mit ungefähr 1,1 Milliarden, und Hindi mit 650 Millionen Sprechern.

Deutsch befindet sich auf Platz zehn mit zirka 185 Sprechern, davon 105 Millionen Muttersprachlern. Außer in Deutschland wird unter anderem in der Schweiz, Österreich, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol Deutsch gesprochen. Insgesamt gibt es 6500 bis 7000 Sprachen auf der Welt, doch ungefähr die Hälfte der Weltbevölkerung beherrscht eine der zehn häufigsten Sprachen.

Schwere und einfache Sprachen für Deutsche Muttersprachler

Allgemein lässt sich sagen, dass man natürlich die Sprachen schneller lernt, die mit der eigenen Muttersprache verwandt sind. Bei Deutsch sind das die germanischen Sprachen. Darunter fallen zum Beispiel Englisch, Niederländisch, Schwedisch, Isländisch und Afrikaans. Nicht nur ein ähnlicher Aufbau der Grammatik lässt Fortschritte zügig sichtbar werden, sondern auch teilweise Überschneidungen der Vokabeln.

Eine Schwierigkeit bei einer Sprache, die nicht mit dem Deutschen verwandt ist, ist vor allem der Start: Man muss sich erst einmal in ein neues Alphabet oder Schriftsystem einarbeiten. Bis man dieses flüssig lesen und schreiben kann, vergehen schnell Wochen. Darunter leidet oft die Motivation. Bei einigen Sprachen hört das Schrift-Lernen auch niemals auf, wie beispielsweise im Chinesischen. Hat man jedoch in die Sprache rein gefunden, wird es meist leichter. Manche werden sogar überrascht sein, dass eine kompliziert wirkende Sprache eigentlich eine sehr simple Grammatik besitzt, wie Japanisch, oder dass das fremd aussehende Schriftsystem im Koreanischen eigentlich komplett logisch ist.

Tipps für das Sprachen lernen

Im Folgenden finden Sie nun acht Tipps mit denen der Start in eine neue Sprache erleichtert werden kann.

1. Auf die Disziplin kommt es an. Eine Fremdsprache zu erlernen ist immer ein langfristiges Projekt, das müssen Sie sich anfangs klar machen. Es gehört eiserner Willen und viel Arbeit dazu, bis Sie sich tatsächlich ohne größere Schwierigkeiten auf der Sprache unterhalten können.

2. Gerade zu Beginn ist ein Sprachkurs sehr hilfreich. Dort finden Sie gleichgesinnte und können sich gegenseitig motivieren. Außerdem gibt es Lehrer, bestenfalls Muttersprachler, die gängige Anfängerfehler ausmerzen können und passende Übungen bereitstellen. Vor allem bei der Aussprache helfen Lehrer, denn eine angewohnte falsche Betonung werden Sie später nur schwer wieder los. Sprachkurse gibt es meist in der VHS, im Sprachenzentrum oder als Sprachreise im Ausland.

3. Ein gutes Lehrbuch muss her. Hier sollten Sie auf keinen Fall sparen, und das billigste kaufen. Hören Sie sich Empfehlungen an und lesen Sie Rezensionen durch. Qualitativ hochwertige Lehrbücher sind leider meist teuer, doch dafür kann man davon ausgehen, dass sie korrekte Inhalte und Übungen liefern. Mit diesem Buch werden Sie lange arbeiten müssen und Sie wollen sich nicht über zu knappe Erläuterungen und fehlende Aufgaben ärgern.

4. Regelmäßigkeit. Es ist immer besser jeden Tag eine Stunde zu lernen, als einmal in der Woche sieben Stunden. Durch die Routine prägen Sie sich die Sprache schneller ein und machen dadurch mehr Fortschritte. Lernen Sie zum Beispiel konstant jeden Tag sieben Vokabeln. Mit Deutsch als Muttersprache benötigt man im Schnitt 600 Stunden, um Spanisch im Alltag ohne Probleme sprechen zu können. Das sind nur eineinhalb Stunden am Tag, über ein Jahr verteilt.

5. Tun Sie das, was Ihnen Spaß macht. Wieso sollten Sie sich nur mit Übungsaufgaben quälen? Natürlich ist das am Anfang unerlässlich, aber vor allem im späteren Lernverlauf, öffnet Ihnen die neue Sprache viele Türen: Sie können fremdsprachliche Bücher lesen, Musik hören, Tagebuch schreiben oder Filme gucken. So erkennen Sie auch schnell, welche Vokabeln häufiger vorkommen und welche sich nur auf das Lehrbuch beschränken.

6. Reden, reden, reden. Suchen Sie sich einen Tandem-Partner und unterhalten Sie sich. So können Sie sich gegenseitig mit der jeweiligen Muttersprache helfen und Betonungsfehler korrigieren. Falls gerade niemand zur Hand ist, rufen Sie einfach bei einer Tourismusbehörde des jeweiligen Landes an und fragen sie auf der Fremdsprache nach Hotels, Sehenswürdigkeiten oder Geheimtipps. Die Mitarbeiter geben Ihnen gerne Auskunft, Sie bekommen Anregungen für den nächsten Urlaub und können nebenbei die Sprache anwenden. In Zeiten des Web 2.0 bieten natürlich auch Internetseiten Kontakte zum Sprachenaustausch, der dann bequem über Skype erfolgen kann.

7. Gehen Sie ins Ausland. Nichts ist schöner, als die gelernten Dinge wirklich vor Ort anwenden zu können. Ob auf Sprachreise, Kurzurlaub oder einer einjährigen Rundreise: Im Land werden sie gezwungen, sich auf der Fremdsprache zu unterhalten. Sie werden schnell merken, dass das es das Wichtigste ist, dass man sie verstehen kann. Niemand wird Ihnen Ihre kleinen Fehler übel nehmen, was uns zu Punkt acht führt:

8. Fehler akzeptieren. Egal wie sehr Sie sich anstrengen, Sie werden die Sprache niemals auf Muttersprachler Niveau sprechen können. Deshalb erlauben Sie sich Wörter falsch zu betonen, wenn es einfach nicht anders geht oder kurz nachzudenken, bevor sie einen Satz bilden. Natürlich sollten Sie das bestmögliche versuchen, doch das wichtigste ist, dass ein Einheimischer Sprecher Sie verstehen kann. Wenn Sie das geschafft haben, sind Sie schon sehr weit gekommen.

Fazit: Eine Sprache zu lernen ist kein Spaziergang, aber auch kein Ding der Unmöglichkeit. Mit Disziplin und Regelmäßigkeit gelingt Ihnen der Einstieg schneller. Hören und lesen Sie auf der Sprache was Ihnen gefällt und sprechen Sie so oft wie möglich. Und halten Sie sich immer vor Augen, wieso Sie genau diese Sprache lernen möchten. Dann gelingt es Ihnen auf jeden Fall!

Bildquelle: fotolia – © Maksim Šmeljov

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